Design & Prototyping im User Experience Design Prozess 2017-02-23T16:20:58+00:00

Was ist das Ziel der Designphase?

Durch Design & Prototyping werden Nutzungsanforderungen in Gestaltungselemente übertragen, um sie greif- und erlebbar zu machen.

In der Designphase werden Gestaltungslösung entwickelt. Das Ziel besteht darin, die Gestaltungslösung zu identifizieren, die die Anforderungen zukünftiger Nutzer am besten erfüllt. Funktionen werden abgebildet, Interaktionsmöglichkeiten mit Formen versehen und Informationen werden dargestellt. Das Zusammenspiel der Gestaltungselemente entscheidet nicht nur darüber, ob Aufgaben erfüllt werden können. Es entscheidet auch, welche Wirkung dabei bei einem Nutzer entsteht. Diese Wirkung wird als User Experience bezeichnet – und sie sollte positiv sein.

Ziel des User Experience Design

Welche Formen von Prototypen gibt es und wie werden sie genutzt?

Wäre Design eine Sprache, die es System und Nutzer erlaubt miteinander zu reden, dann wären Prototypen das “Erklären mit Händen und Füßen”.

Prototypen sind ein Mittel, um abstrakte Ideen und Umschreibungen in die physikalische Welt zu übertragen. Sie erlauben dadurch eine Vorschau auf das gesamte Zielprodukt oder einzelne Aspekte. Man kann Prototypen danach klassifizieren, wie viele oder welche Funktionen eines Gesamtsystems sie darstellen oder mit welchen Mitteln sie realisiert werden. Eine weitere Möglichkeit Prototypen voneinander zu unterscheiden, ist der Detailgrad. Der Detailgrad eines Prototypen sollte dem aktuellen Stand des Entwicklungsprozesses entsprechen. Zu leicht passiert es sonst, dass zu früh, zu viel Arbeit in das Prototyping und die Umsetzung einer bestimmten Lösung investiert wird. Stellt sich später heraus, dass verschiedene Anforderungen nicht optimal oder überhaupt nicht erfüllt werden, sind viel Zeit und Energie verloren. Aus diesem Grund besteht eine Gemeinsamkeit vieler Design-Methoden im iterativen Vorgehen. Zur Verdeutlichung kann man sich vorstellen, dass man während einer Wanderung immer mal wieder auf die Karte schaut, den eigenen Standort überprüft und gegebenenfalls den eingeschlagenen Weg zum Ziel der Wanderung korrigiert. So ist sichergestellt, dass man weniger Umwege macht und das Ziel im Blick behält. Der Gegenentwurf zu iterativen Methoden sind klassische Prozesse, wie das sequentielle Wasserfallmodell oder Big Design Up Front (BDUF). Der Grund für die zunehmende Verwendung iterativer und agiler Methoden liegt meist in der gestiegenen Komplexität aktueller Anwendungen. Komplexität führt dazu, dass sich bestimmte Nutzungsanforderungen erst während der Entwicklung ergeben und nicht von Beginn an bekannt sein können. Für klassische Prozesse ist dieser Umstand eine ungünstige Voraussetzung. Für iterative Methoden bildet er den Kern des Vorgehens.

Prototypen Varianten

Wann wird welcher Prototyp genutzt?

Die Entscheidung welche Form von Prototyp genutzt wird, sollte davon abhängig gemacht werden Was veranschaulicht werden soll und Wem es veranschaulicht wird.

Der am besten geeignete Prototyp ist nur so detailliert, dass er die zugrundeliegende Idee verdeutlicht. Dadurch kann der Nutzer sie in einem User-Test ausprobieren und es kann beurteilt werden, ob es sich lohnt die Idee weiter auszuarbeiten. Erst wenn diese Beurteilung anhand des genutzten Prototypen nicht mehr möglich ist, sollte man Zeit in die Ausarbeitung investieren. Low-Fidelity Prototypen aus Papier oder klickbare Wireframes werden auf diese Weise erst dann zu Mid- und High-Fidelity Prototypen ausgearbeitet, wenn es sich lohnt. Dafür stehen verschiedene Tools, wie zum Beispiel Axure, zur Verfügung. Die Umsetzung im höchsten Detailgrad, also der späteren Umgebung, sollte nur den Lösungen vorbehalten sein, die in der Evaluation unter Beweis gestellt haben, dass sie die Anforderungen des Nutzers am besten erfüllen.

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